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November

Hybride Apps

Was ist das?

Immer wieder hört man von ihnen: Hybride Apps. Doch was genau macht eine App eigentlich zu einer hybriden Anwendung? Das lernen Sie ihn diesem Beitrag.

Auf vielen Plattformen zu finden

Grundsätzlich zeichnen sich hybride Apps dadurch aus, dass sie mit verschiedenen Betriebssystemen kompatibel sind. Damit stehen sie im Gegensatz zu nativen Apps, die speziell für ein einziges System entwickelt werden.

Hybride Apps basieren auf HTML5, CSS3 und JavaScript und werden durch die Einbettung in einen sogenannten Container zu einem Ganzen verbunden.

Hybride Apps: Schematische Darstellung

Wie funktioniert das genau?

Die hybride App ruft auf der jeweiligen Plattform, also dem entsprechenden Betriebssystem, den Browser auf. In einen Webview eingebettet, erscheint die hybride App dem jeweiligen System als native App, wodurch sie auf systemspezifische Schnittstellen, wie der GPS-Position oder dem Kalender, zugreifen kann.

Eine hybride App vereint also die Vorteile einer nativen und einer Web-App. Der Begriff „hybrid“ rührt also nicht etwa von der plattformunabhängigen Eigenschaft der Apps her, sondern bezieht sich auf die Kombination der Vorteile einer nativen und einer Web-App.

Vorteile

Durch die Anwendbarkeit auf verschiedenen Betriebssystemen, wie iOS, Android und Windows, bedient sich die hybride App der Funktionen einer nativen App, die direkt auf die Hardware des jeweiligen Geräts zugreifen kann.

Durch die Einbettung in den Browser verfügt eine hybride App außerdem auch über die Vorteile einer mobilen Web-App. Diese sind in Bezug auf verschiedene Betriebssysteme sehr vielseitig, weil sie auf allen Geräten und Systemen über den Browser aufgerufen werden können.

Die gleichzeitige Entwicklung für mehrere Systeme bringt außerdem eine Kostenersparnis, da nicht mehrmals für unterschiedliche Plattformen entwickelt werden muss.

Nachteile

Allerdings büßt die Plattformunabhängigkeit bei der Performance ein. Hybride Apps benötigen verhältnismäßig viel Arbeitsspeicher

Die Benutzeroberfläche ist nicht unbedingt direkt dem jeweiligen System angepasst, was für den Nutzer zu einer schlechteren User Experience führen kann.

Außerdem stehen die neuesten Technologien nicht immer gleich anfangs zur Verfügung. Damit sind innovative Projekte oft nur den nativen Apps vorbehalten.

Einsatz

Hybride Apps können in vielen Fällen eine Anwendung finden. Doch nicht immer ist eine hybride Lösung die richtige. Manchmal ist die Umwandlung einer hybriden App in eine native sinnvoll, um beispielsweise von einer besseren Performance, User Experience und größerer Vielfalt an Innovationen zu profitieren.

Jamit Labs hat beispielsweise die zuvor hybrid entwickelte App „Social Glasses“ in native Apps für iOS und Android umgewandelt, um Vorteile einer reinen nativen App zu nutzen.