20
August

App ist nicht gleich App

Worauf Sie bei Ihrer App-Entwicklung achten sollten

Im App Store gibt es über 1,4 Millionen Apps. Bei Google sind es sogar noch mehr. Es gibt kaum noch Unternehmen, die ohne eigene App auskommen. Doch die richtige App für Ihr Unternehmen zu entwickeln, ist nicht immer ohne Hindernisse möglich. Für eine erfolgreiche Entwicklung müssen vorher genaue Ziele abgesteckt werden.

Gut geplant ist halb gewonnen

Sicherlich haben Sie als Unternehmen interessante Ideen und Vorstellungen, wie Ihre App aussehen, welche Funktionen diese erfüllen und was ihr Nutzen sein soll. Sie haben den Trend des mobilen Nutzerverhaltens Ihrer Kunden erkannt und wollen darauf angemessen mit einer App reagieren. Bevor sie den App-Zug jedoch ohne Fahrschein besteigen, ist es enorm wichtig, diese Vorstellungen und Anforderungen mit den verantwortlichen Entwicklern zu diskutieren. So kann gemeinsam die geeignetste Lösung gefunden werden.

Denn nicht alle Inhalte eignen sich für die Umsetzung in einer App. Wollen Sie am liebsten Ihre Website-Inhalte direkt in eine App gießen, werden Sie in einem ersten Gespräch mit Ihrem Entwicklerteam vermutlich enttäuscht werden. Apps stellen eine eigene Form der Anwendung dar und unterscheiden sich so maßgeblich von reinen Websites.

Sie sollten im Kopf behalten, wem die App welchen Nutzen bringt. Was bieten Sie ihrem Kunden mit der App und welche Vorteile entstehen dadurch für Sie? Die genaue Festlegung der Zielgruppe ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer für Sie und Ihre Kunden passenden App. Ist ihre Zielgruppe vorrangig älter, wird die App anders aussehen als eine, die für junge und Technik affine Nutzer gemacht ist.

Eine gute App...

Weiterhin sind eine hohe Benutzerfreundlichkeit und die Zufriedenheit des Kunden essenziell für eine gute App.

Allem voran steht aber die ausführliche Auseinandersetzung mit dem Gewünschten und dem Machbaren. Es sollte eine klare Grundidee der App geben, die eine Aussage über den Zweck der App macht. Zusammen mit den technischen Experten muss anschließend eine genaue Spezifikation der einzelnen Funktionen der App definiert werden: das Pflichtenheft.

Oft werden bereits erkannte Trends aufgegriffen und noch versucht, auch 'ein Stück vom Kuchen' zu ergattern. Aber braucht die (App-)Welt wirklich die tausendste Merklisten-App? Es ist natürlich sinnvoll den Markt zu beobachten und zu wissen, was schon existiert. Dieser Überblick sollte aber nicht ausschlaggebender Punkt für eine App ähnlicher Art sein, sondern lediglich eine Orientierung am Markt bieten. Es kann hilfreich sein, sich zunächst auf die wesentlichen Features zu beschränken und eventuell später weitere Funktionen zu ergänzen.

Schließlich wird dann auch festgelegt, für welche Plattformen die App verfügbar sein soll. iOS, Android, beides? Entsprechend müssen sich die Entwickler mit verschiedenen technischen Voraussetzungen beschäftigen. Für iOS-Apps wird beispielsweise in Objective-C entwickelt. Android-Apps erfordern andere Entwicklungsumgebungen.

Ziel nicht aus den Augen verlieren

Leisten Sie als Ideengeber und Ihre ausgewählten Entwickler gute Arbeit bezüglich der genauen Absprachen im Voraus, steht einer schnellen und finanziell kalkulierbaren Entwicklung Ihrer App nichts mehr im Wege.

Anzunehmen ist, dass mit zukünftigen Veränderungen Apps noch an Bedeutung zunehmen werden - sowohl im unternehmerischen Umfeld als auch privat. Wearables und das Internet der Dinge werden die Art und Weise, wie wir mit Technik und mobilen Geräten umgehen, weiter beeinflussen. Behält man diese Entwicklungen im Auge und lässt sich nicht durch eigene Vorlieben oder Abneigungen beeinflussen, sind wichtige Kriterien auf dem Weg zu einer guten App erfüllt.