26
August

Das Ende des Browsers?

Apps werden bevorzugt

Wie in der Süddeutschen Zeitung zu lesen ist, neigt der durchschnittliche Nutzer eher zu Apps als zum Browser.

Apps auf dem Vormarsch

Mit dem Aufkommen des Internets bot der Browser die hauptsächliche Einstiegsplattform in die Weiten des Netzes. Inzwischen sind viele dieser Browser überholt. Chrome, Firefox und Safari versuchen, mit Updates diesen Missstand einigermaßen auszugleichen. Windows hat die Weiterentwicklung des Internet Explorers sogar bereits eingestellt und arbeitet nun an einer neuen Browser-Generation.

Doch geht man vom Durchschnittsnutzer aus, ist ein Browser gar nicht mehr unbedingt gefordert. Zahlreiche Apps bieten genau das, was dieser Nutzer wünscht: einfache, unkomplizierte Bedienung ohne Verwirrung durch zu viele Freiheiten, die der Browser durch seine Eingabezeile vermittelt. 

Jeder Smartphone-Besitzer nutzt Apps ganz selbstverständlich, so wie früher den Browser. Es scheint, als sei die Ära des Browsers langsam zu Ende.

Apps als neue Browser?

Die zunehmend hohen Ansprüche an den Browser, lassen diesen schwerfällig und instabil werden. Es soll telefoniert, sollen Bilder bearbeitet und Spiele mit hohen grafischen Anforderungen gespielt werden können. Diesen Anforderungen sehen sich nicht mehr alle Browser gewachsen.

Einige Apps sind sich dieser Umstände durchaus bewusst und legen es darauf an, ein neuer Browser zu werden. Die Kommunikationsplattform Slack, die auch von Jamit Labs genutzt wird, vereint gleich mehrere Dienste: Dateien können gespeichert und geteilt werden, Konferenzen finden per Video statt und integrierte Versionskontrollsysteme sorgen für eine einfache Möglichkeit, gemeinsam zu programmieren. 

Die Süddeutsche betitelt diese Art von Anwendungen als „Über-Apps“, die als Teil des Internets den herkömmlichen Browser überflüssig machen.

Hoffnung für den Browser: der Power-Nutzer

Wer also das Internet nicht außerordentlich viel nutzt oder keine technisch allzu herausfordernden Ansprüche stellt, ist mit Apps gut bedient. Sie ermöglichen einen einfachen und intuitiven Umgang. Der Browser reiht sich für diese Anwender in die Reihe der Apps ein, als Einer von Vielen.

Die letzte Hoffnung des Browsers scheint der Power-Nutzer zu sein: Ein Anwender, für den viele gleichzeitig geöffnete Tabs zum Standard gehören. Der Power-Nutzer liebt die Freiheiten, die der Browser bietet. Deshalb rückt er so in den Fokus der Browser-Entwickler, die zukünftige Versionen auf den Power-Nutzer zugeschnitten entwerfen. 

Und die Anderen?

Für den Durchschnittsnutzer wird die App-Welt allerdings weiterhin an Bedeutung zunehmen. Immer mehr Apps werden in Zukunft versuchen Teile des Browsers zu ersetzen, indem viele Inhalte in mehrere kleinere Einheiten aufgeteilt werden. Deshalb ist es für Unternehmen wichtig, ihre Kunden dort abzuholen, wo sie es erwarten: mit einer passenden App.