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Oktober

Im App Store auch gefunden werden

Mit Search Ads können die eigenen Apps jetzt im App Store beworben werden

Seit Mittwoch letzter Woche, dem 5. Oktober 2016, können Entwickler die eigenen Apps im App Store bewerben. Solche Apps werden bei einer passenden Suche dem Nutzer ganz oben angezeigt. Dabei sind sie klar als Werbung gekennzeichnet.

Sinnvolle Werbung für Entwickler und Nutzer

Laut Apple geschehen 65% aller App-Downloads im App Store nach einer Suche. Umso besser also, wenn die eigene App nach einem Suchvorgang ganz oben in der Liste steht. Mit Search Ads will Apple sicherstellen, dass Werbung im App Store nicht nur im Sinne der Entwickler, sondern auch im Sinne der Endkunden geschieht: Es werden nur Apps angepriesen, nach deren Funktion der Nutzer ohnehin bereits sucht. Außerdem wird es nur einen Werbeslot pro Suchanfrage geben. Ein langwieriges Scrollen durch Apps, die für den Suchenden nicht von Interesse sind, soll somit verhindert werden.

Gleichzeitig soll so die Stellung von App-Kleinanbietern im Vergleich zu den „Kassenschlagern“ verbessert werden. Welche Werbung aus einem Pool von Apps angezeigt wird, wird durch zwei Kriterien festgelegt: die Relevanz der App im Hinblick auf die Suchanfrage und das vom Entwickler festgelegte maximale Kostenlimit; also wie viel maximal für das Antippen der Werbung zu zahlen ist. Laut Apple wird hier der Faktor der Relevanz dem Kostenlimit klar vorgezogen. Nur wenn mehrere beworbene Anwendungen gleich gut zur Suchanfrage passen, kommt es zu einer automatischen „Auktion“ des Werbeplatzes. Hier gewinnt der Höchstbietende, dessen App dann angezeigt wird.

Durch das Relevanzkriterium sollen vor allem kleinere Anbieter unterstützt werden. Wer ein größeres Marketingbudget hat, kann auf der anderen Seite über ein höheres Kostenlimit punkten. Dieses Limit verhindert außerdem, dass ungewollt hohe Beträge am Ende des Monats abgerechnet werden.

Werbung angepasst an Nutzer und Endgerät

Die Darstellung der beworbenen App ist schlicht gehalten. Sie ist hellblau hinterlegt und außerdem mit einer Markierung versehen, die sie ebenfalls als Werbung auszeichnet. Der Nutzer soll klar erkennen, bei was es sich um Werbung handelt und was reguläre Suchresultate sind.

Außerdem gibt es keine Werbetexte. Die beworbene App wird mit den gleichen Informationen angezeigt, mit der sie auch sonst im App Store erscheint. Die exakte Darstellung der Werbung hängt weiterhin von Nutzer und Endgerät ab. Bei größeren Displays, wie auf dem iPad, wird mehr Platz für die Anzeige verwendet als auf kleineren Endgeräten. Insgesamt hält sich das Aussehen an die für das jeweilige Device typischen Designvorgaben.

„Cost-per-Tap“ Zahlungsmethode ohne Mindestbetrag

Was Search Ads vor allem für kleinere Anbieter interessant macht, ist die flexible Verwaltung der Kosten. Kampagnen können jederzeit sowohl gestartet als auch beendet werden. Es gibt weder eine Grundgebühr noch einen Mindestbetrag, der geleistet werden muss.

Das Finanzierungsmodell von Search Ads beschreibt Apple als „Cost-per-Tap“. Es entstehen also nur Kosten, wenn eine Werbeanzeige auch tatsächlich angetippt wird. Wie bereits erwähnt, gibt es hier eine weitere Möglichkeit der Kostenregulierung: Für jede Kampagne wird ein Limit für diese Klick-Kosten gesetzt. Die tatsächlichen Kosten pro Antippen werden dann je nach Fall und weiteren Wettbewerbern festgelegt. Abhängig davon, welche Suchbegriffe vom Endnutzer gewählt wurden, können die Endkosten schwanken.

Verwaltung der Werbekampagne

Apple wirbt damit, dass das Schalten und Verwalten von Werbung über das Search Ads Tool so einfach oder eben so komplex sein kann, wie es der jeweilige Anbieter möchte. Standardisiert werden die existierenden Metadaten der App genutzt, um ihre Relevanz im Hinblick auf eine einzelne Suchanfrage zu ermitteln. Hier ist es also sinnvoll, die Metadaten wie Kategorie, Beschreibung und Keywords der eigenen App gegebenenfalls anzupassen. Optional können auch weitere Suchkriterien hinzugefügt werden.

Darüber hinaus können weitere Einstellungen zu beispielsweise Ort, Zeitzone, Zielgruppe, und mehr getroffen werden. Außerdem gibt Search Ads Informationen zum Verlauf der Werbekampagnen, mit deren Hilfe die Werbeeinstellungen besser angepasst werden können.

Neukunden von Search Ads belohnt Apple bis zum Ende dieses Jahres mit 100 US Dollar Prämie. Es lohnt sich also, sich Gedanken über die Vermarktung der eigenen App zu machen.

Falls du dich nicht selbst um eine Werbekampagne im App Store kümmern kannst, aber deine App dennoch gerne bewerben willst, beraten wir dich gerne. Solltest du die richtigen Partner für die Entwicklung einer iOS App suchen, haben wir ebenfalls die benötigte Expertise. Natürlich werden wir auch gerne die Werbekampagne für ein abgeschlossenes Projekt übernehmen.