30
November

Auslaufmodell Gingerbread

Google wird die Unterstützung von Android-Versionen älter als Android 4.0.1 Anfang 2017 einstellen

Google hat angekündigt, dass ihre zentralen Programm-Bibliotheken bald nicht mehr von Apps genutzt werden können, die auf älteren Betriebssystemen laufen. Es werden in Zukunft nur noch Geräte ab Android 4.0.1 unterstützt. Für neuere Geräte bedeutet das also keinerlei Veränderung. Treue Gingerbread-Handys und Tablets mit Android 3 müssen dann allerdings leider wohl auf einige Apps verzichten. Auch wird es wohl keine neuen Apps mehr für diese Modelle geben.

Ruhestand für Altgeräte

Google begründet die Entscheidung, die Google Play Service und Firebase zukünftig nur noch für neuere Geräte verfügbar zu stellen, unter anderem damit, dass das Gingerbread System nun schon fast sechs Jahre alt ist. Der Fokus soll auf den neueren Android Versionen und den damit verbundenen neuen Möglichkeiten liegen.

Entwicklern verspricht Google in ihrem zugehörigen Blogpost, ihnen schneller „robustere“ Werkzeuge zum Programmieren und Verbessern ihrer App an die Hand zu geben. Das sei mit einer beibleibenden Unterstützung der älteren Android-Versionen nicht möglich.

Android API Level 14 wird Minimalstandard

Mit Version 10.2.0 der Google Bibliotheken wird das unterstützte minimale Android API Level von 9 (Gingerbread) auf 14 (Ice Cream Sandwich) gehoben. Doch was bedeutet das genau?

Zunächst bedeutet das für Nutzer von Gingerbread und Honeycomb Geräten, dass es für sie wohl zukünftig keine neuen Apps geben wird. Außerdem kann es sein, dass ihre bestehenden Apps nicht mehr richtig funktionieren bzw. es auch keine weiteren Updates für sie geben wird. Nur Apps, die ausschließlich auf dem alten Standard laufen, können weiterhin problemlos genutzt werden. Diese bilden allerdings die absolute Ausnahme.

Viele Entwickler haben bereits das Programmieren für diese alten Android Systeme eingestellt. Nun wird ihnen die weitere Unterstützung dieser älteren Modelle erschwert. Sobald die Nutzergruppe sowohl alte als auch neue Geräte umfasst, müssen Entwickler nun eine gezielte Implementierung der alten Versionen vornehmen. Ansonsten kann die gesamte App nicht auf den neuen Standard gebracht werden.

Zeit für ein Upgrade!

Laut Google ist die Zahl der Gingerbread und Ice Cream Sandwich Geräte, die sich noch im Umlauf befinden, verschwindend gering. Weiterhin geht Google davon aus, dass viele dieser Geräte überhaupt nicht mehr genutzt werden.

Aktive Gingerbread Nutzer müssen sich nun also entscheiden – entweder auf weitere Funktionen verzichten oder doch endlich ein neues Gerät anschaffen.

Auf Entwicklerseite stehen ebenfalls Entscheidungen an. Sollen ältere Modelle weiterhin unterstützt werden oder nicht? Im Hinblick auf den Mehraufwand und die verschwindend geringe Nutzergruppe kann man wohl davon ausgehen, dass sich nur sehr wenige für eine weitere Integration des alten Standards entschließen.

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